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Charivari: Trachtenschmuck zum Preis eines Kleinwagens

19.08.2013 in Dirndl, Dirndl Accessoires, Lederhosen

Es glitzert und klimpert an den Lederhosen der Herren und den Dirndltaillen der Damen: das Charivari.

Eine silberne Kette, die mit allerlei Jagdtrophäen, Münzen und Edelsteinen behängt ist, ziert noch heute die Lederhosen vieler Männer. Auch beim schönen Geschlecht entdeckt man immer häufiger eine mit allerlei kleinen Anhängern bestückte Kette, die die Taille betont.

Aber: Woher kommt das Charivari? Was gehört an ein traditionelles Charivari alles dran? Und welches kuriosen Geschichten ranken sich um das Schmuckstück?

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Photocredit: Alpenflüstern

Bunt zusammengewürfeltes “Durcheinander”

Charivari, oder auch Schariwari,  klingt in unseren Ohren erst einmal fremd. Ist es eigentlich auch, denn seinen Ursprung hat das Charivari im lat. “caribaria” welches “Durcheinander” oder auch “Verrücktheit” bedeutet. Damit trifft die Bezeichnung das wilde Durcheinander aus Klauen, Schnauzen, Edelsteinen und Münzen, welche an einem traditionellen Charivari baumeln, recht genau.

Von der Uhrenkette zum Trachtenschmuck

Heute weiß niemand mehr so genau, wo das Charivari seine Ursprung hat. Man vermutet, dass es sich beim Charivari zu Beginn um eine Uhrenkette handelte, an der die Herren der Schöpfung ihre Taschenuhren befestigten.

Eine blanke Silberkette, die die Taschenuhr vorm Hinfallen und vor Langfingern schützen sollte, wurde den männlichen Bewohnern der Ostalpen wohl zu langweilig und sie begannen ihre Uhrenketten mit kleinen Jagdtrophäen zu verzieren. So baumeln an  traditionellen Charivaris kleine konservierte Teile der Jagdbeute. Von der Fuchsschnauze über den Bärenzahn bis hin zur Greifvogelkralle, je seltener das Tier desto wertvoller das Charivari.

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Antikes Charivari mit Fuchsschnauze. Maulwurfpfoten,….

Protzen, Glücksbringer und glückliche Erben

Hasenpfoten als Glücksbringer, Edelsteine gegen Kopfschmerzen, Knochen von den Geschlechtsteilen männlicher Tiere zur Steigerung der eigenen Potenz: so ein Charivari besteht nicht nur aus einem willkürlichen Sammelsurium von Anhängern, sondern strotzt vor Aberglaube an Glücksbringer, Heilkräfte und Aphrodisiakas. Schon immer dienten das Charivari vor allem dem “protzen”. Waren sie einst  Statussymbol der Jäger und Landwirten und wurden von Generation zu Generation weiter vererbt, werden traditionelle Charivaris heute manchmal zu Preisen von Kleinwägen verkauft.

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Photocredit: Alpenflüstern

16 Monate Bewährung für ein Charivari

Der Wert eines außergewöhnlichen Charivaris kann schnell etliche tausende Euro betragen. Umso seltener die kleinen Anhängsel, desto wertvoller das Charivari. Man muss sich also nicht wundern, dass mit besonders exotischen Trophäen – vor allem im Internet- ein reger Handel an den Grenzen der Legalität betrieben wird.

Im Jahr 2011 wurde in Landkreis Ausburg ein Mann angezeigt, der ohne Genehmigung Teile von geschützten und sogar vom Aussterben bedrohten Tieren verkaufte. Dazu zählten Reißzähne vom Wolf, Jaguar und Ozelot, sowie Krallen von Steinadler, Falken und Eisfüchsen.

Ein Unding! Der Handel mit Teilen von geschützten Tieren brachten dem Mann eine Geldstrafe und 16 Monate auf Bewährung ein.

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Photocredit: Alpenflüstern

Das Charivari als bunter Modeschmuck

Im Zuge des Trachtenbooms in den letzten Jahren wurde aus dem edlen Erbstück ein modisches Accessoire, welches so manche Lederhose, aber auch so manches Dirndl ziert.

Wichtig dabei ist, dass die Charivari für Frauen meist wesentlich filigraner als jene der Herren sind.

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Photocredit: Alpenflüstern

 

Wir finden, so ein Charivari -es darf auch gerne Modeschmuck sein- macht an Dirndl und Lederhose schwer was her. Auf Anhängsel geschützter Tiere können wir aber gerne verzichten.

Und klimpert es bei dir an Dirndl und Lederhose auch schon? Oder ist das Charivari für dich ein überkommenes Relikt aus alten Zeiten?

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